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Fahrradtour entlang der Donau von Passau bis Wien im Juni 2009

Teilnehmer:
Friedhelm Biermann
Joachim Gehder
Udo Gehder
Herbert Grimm
Gerhard Klesse
Albrecht Möller
Walter Niedermeier
Andreas Preusser
Jürgen Schröder
Lothar Schubert
Wolfgang Seelig
Herbert Skowski

Die lange geplante Tour stand nicht immer unter einem guten Vorzeichen. Lichtete sich das Teil-
nehmerfeld im Laufe der Vorbereitungsphase zusehends, mussten diese Plätze wieder aufgefüllt
werden. Mit Wolfgang Seelig, Herbert Skowski und Udo Gehder wurden bekannte Gesichter in
das Team aufgenommen, die sich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bedanken. Große
Verdienste für das Gelingen der Tour erwarben sich Friedhelm Biermann, der die gesamte An-
und Abreise per Bahn organisierte, Joachim Gehder, der die Hotelbuchungen tätigte und dabei
täglich eine sehr ansprechende Unterkunft für uns fand. Grosses Lob an Andreas Preusser und Gerd
Klesse für den reibungslosen Transport der Fahrräder und des Gepäck, sowie die tägliche Versor-
gung mit Flüssigkeit und Grillgut. Die Kultur wurde uns von Herbert Skowski nahe gebracht. So
erfuhren wir von geviertelten Frauen und weniger Grausamen aus der Geschichte.
Allen noch mal ein ganz besonderes Dankeschön.

Es begann am 7. Juni 2009 am Sportzentrum

Kachtenhausen mit der Verladung der Fahrräder und Koffer (Bild siehe oben). Nach

einer mehr oder weniger ruhigen Bahnfahrt

(es wurde lebhaft Skat gespielt) wurde Passau

erreicht und die Fahrräder konnten in Empfang genommen werden. Die noch in der Heimat

von Friedhelm beschafften „ Flens“ mussten schon beim Verladen am Sonntag und während der Zugfahrt erhebliche Verluste hinnehmen.

Deshalb war Nachschub schneller als erwartet

nötig.

Bei gutem Radelwetter konnte die erste Etappe in Angriff genommen werden. Gleich wurde die Donau überquert und wir konnten den Zufluß des Inn in die Donau erleben, es bot sich ein beeindruckendes Bild in Bezug auf Größe und Wasserfarbe der Flüsse. Nach einer Fahrt von ca. 30 Km erreichten wir unser erstes Ziel in Engelhartszell, den Gasthof  „Goldenes Schiff“ Die ersten Getränke dort waren sehr willkommen, und nach einem guten Abendessen haben wir verkostet, was der Keller des Hauses an Köstlichkeiten bereit hielt. Ein schöner erster Tag.

 

 

Der zweite Tag war der Tag der Fährüber-

fahrten. Nicht weniger als vier mal überquerten wir die Donau um dem Radweg folgen zu können oder unseren Versorgungswagen zu

treffen. Nach erheblichen Problemen, für Radfahrer und Versorgung  einen Treffpunkt

zu finden, gelang es allen Widrigkeiten zum

Trotz. Nachdem wir sehr gut gespeist hatten,

folgte das Donnerwetter in Person einer betagten Östereicherin auf den Fuß. Kein

Verständnis für grillen auf privaten Gelände

Die landschaftlichen Reize übertrafen alle Erwartungen. Links und rechts des Flusses erstreckten  sich Bergketten mit Schlössern und Burgruinen. Bei den Ortschaften fiel die Sauberkeit und der ordentliche Zustand der Gebäude auf. Höhepunkt des Tages war die Schlögener Donauschlinge. Gerne hätten wir diesen Anblick vom Schiff aus genossen, aber ein ungünstiger Schiffsfahrplan zwang uns, auch hier das Fahrrad zu nutzen. Kein Problem es wartete ja das Mittagessen mit Getränken.

Der Nachmittag bescherte uns eine beschauliche Resttour natürlich mit Fährüberfahrten.Wie immer ließ die Versorgung keine Wünsche offen und trotz der ersten großen Tageskilometerleistung war bei keinem Teilnehmer eine Schwäche zu erkennen. Zum Abschluss dieses Tages erreichten wir den Rodlhof in Ottensheim. Die Speisekarte verhieß nur Gutes und die Kellervorräte stellten sich im nachhinein als sehr magenfreundlich heraus.
Der Abschluß eines wieder sehr schönen Tages

Der dritte Tag begann auf dem Rodlhof mit einer frühen Schweinerei und einem guten Frühstück. Das Wetter verhieß nichts Gutes für diesen Tag, denn es regnete und es lagen stolze 72 km vor uns. Wir passierten die Stadt Linz bei Regen, der aber im Lauf des Tages immer mehr nachließ Die Mittagsverpflegung fand auf dem Deich statt und war wieder vorzüglich. Bei schönem Wetter erreichten wir dann den Ort Grein, wo ein wunderschöner Abend auf dem Marktplatz auf uns wartete. Auch das Hotel „Goldenes Kreuz“ erwies sich als guter Griff, so endete der wohl schönste Abend unterwegs für alle voller Zufriedenheit.

Die nächsten Tage bescherten uns dann wieder schönes Wetter, und die Tour hielt noch einige Höhepunkte für uns bereit. So durchradelten wir die schöne Wachau mit

beeindruckenden Berghängen, Ruinen und Burgen, konnten uns eine Vorstellung von

Hochwasserständen vergangener Jahre machen und erlebten ein Atomkraftwerk, welches komplett fertig gestellt wurde, aber nie Strom erzeugen durfte, weil die Einwohner es nicht wollten. Beschwerden über zu laute Musik sowie grillen unterm

Regenschirm trugen zu stetiger Abwechslung bei. 

Die Unterkünfte fielen weiter zu unserer Zuriedenheit aus. Die Route führte von Grein zum Ort Aggsbach Dorf,  wo wir nach gut 60 km das Hotel Donauterrasse anfuhren. Wurden einige Erwartungen nicht erfüllt, versöhnte ein fürstliches Frühstück. Die nächste Etappe über ca. 75 km endete dann im Buchinger’s Donau- hotel, einem guten Griff, denn der gesellige Abend ließ die Strapazen der Tagesetappe vergessen. Die letzte Tour mit ca. 25 km war dann schon erholsam und ließ Vorfreude auf Wien und den Heurigen aufkommen. Bald kam das stattliche Kloster Neuburg in Sicht, das auch dem Ort unserer letzten Station mit dem

Hotel Höhenstrasse seinen Namen gab. Geschafft!!! 
Fahrräder zurück in’s Auto.

Wien

Nach der Ankunft in unserem Hotel Höhenstraße fuhren wir auf abenteuerliche Weise auf den Kahlenberg und es war ein beeindruckender Blick auf die Stadt Wien möglich. Zurück im Hotel lernten wir unseren Stadtführer Edgar mit seiner Gattin kennen, bis dahin Herbert Grimm sein Freund und Exgeschäftspartner, ganz schnell aber unser aller Freund. Er hatte ein Programm zusammen gestellt, wie es uns in der kurzen Zeit nicht mehr hätte bieten können. Dafür gebührt Edgar und seiner Frau ein besonderer Dank.

Am Samstag führte uns Edgar zunächst zum Kloster Neuburg, einem imposanten Bauwerk mit einer bewegten Geschichte. Für den Abend hatte er beim Heurigen im Ort Plätze reserviert, wo wir dann auch das ganze Angebot auskosteten. Als um 10 Uhr nichts mehr ausgeschenkt werden sollte, konnten wir alle Bedenken der Inhaber schnell zerstreuen und es ging weiter, selbst im Hotel war plötzlich dank Jochen noch Wein vorhanden. Da auch das Wetter uns hold war, konnten alle auf einen erlebnis-und ereignisreichen Tag zurück blicken und der Sonntag konnte kommen.

Der Sonntag begann mit einer Bus- und Bahnfahrt in das Stadtzentrum von Wien. Unser Edgar kennt Wien wie seine Westentasche und somit konnte er uns wichtiges und unterhaltsames gleichermaßen nahe bringen. Stephansdom, Parlament, Rathaus und Hofreitschule als wenige Beispiele. Was wäre eine Reise ganz ohne Panne? Mitten in Wien war Herbert Skowski verschwunden, aber im Zeitalter des Handy war von Wien über Kachtenhausen zurück nach Wien der Kontakt zwischen Herbert und Herbert schnell hergestellt und es konnte weitergehen. Nach der Stadtbesichtigung stand ein Besuch im Prater auf dem Programm. Neben dem Wahrzeichen, dem Riesenrad, bietet der Prater eine Menge an sinniger und unsinniger Attraktionen. Aber rundum, wer noch nicht dort war, es war den Besuch wert. Das schönste am Prater war aber wohl der Besuch im Schweizer Haus. Gut gezapftes Bier und unwiderstehliche Stelzen stillten Durst und Hunger in gemütlicher Runde. Danach ging es wieder mit Bus und Bahn nach Neuburg, wo nach einstimmigen Beschluß  der Heurige noch einmal besucht wurde und wir auch gleich als die lustige Radtruppe aus Deutschland begrüßt wurden. Die Rückfahrt per Bahn verdient es nicht hervorgehoben zu werden.      

Das ändert aber nichts daran:  Die Fahrt war SPITZE!!